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Aufarbeitung der T3

Schieberstangen durch Aufspritzen gerettet!

Bei unserer T3 mit Flachschieber sind die Schieberstangen, die angetrieben vom Steuerungsgestänge den Flachschieber im Zylinder auf dem Schieberspiegel hin- und herbewegen, relativ aufwendige Bauteile. Zwischen den beiden zylindrischen Führungen befindet sich der rechteckige Schieberrahmen, in dem der Schieber in Hochrichtung frei beweglich drinsitzt, in Längsrichtung (hin und her) jedoch annähernd spielfrei drinsitzt.
Diese, im Original geschmiedeten Bauteile, waren bei unserer Lok an allen Führungszylindern stark zerfressen und konnten nicht mehr nachgedreht werden, da sonst die Führung dünner würden wie das durch die Lagerung durchzuschiebende Gewinde für die Schieberstangengabel.

Und jetzt ?
• Neu Teile schmieden (Wo ? Wer ? €€€€€)
• Rohteile aus einer (ausreichend festen und verschleißfesten ?) Platte ausbrennen und in einer großen Spitzen-Drehbank drehen, vorher womöglich noch wärmebehandeln.... (Wo ? Wer ? Verzüge?, €€€€€)

Unsere Lösung sah so aus:

Eine zertifizierte Spezialfirma spritzte uns die beiden Schieberstangen an den jeweils 2 Laufflächen mit 13%igem Chromstahl auf und schliff die Teile dann wieder auf Urmaß. Es entstand eine nicht nur korrosionsarme sondern auch hoch verschleißfeste Oberfläche, die durch den Spritzprozess lauter einzelne kleine Kavitäten besitzt, in denen sich das Schmieröl halten kann - wie bei einem gut gehonten Zylinder.
Die Teile wurden dabei kaum erwärmt, so dass sich weder das Grundgefüge und die Eigenschaften des ursprünglichen Stangenmaterials änderten noch ergaben sich irgendwelche Verzüge der langen Bauteile.

War zwar nicht ganz billig, aber unterm Strich hoffen wir damit die preiswerteste Lösung gefunden zu haben.

Wieder ein Teilesatz, der fertig aufgearbeitet auf die Endmontage wartet.

Haben Sie Fragen zu diesem Bericht?
Mail an den FVME: ME-Technik@t-online.de



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