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Zylinderentwässerung

Überall wo Dampf durchläuft, stehen bleibt und abkühlt oder auf kalte Wände trifft kondensiert er. So kommt Wasser an vielen Stellen bei der Dampflok vor, wo es nichts zu suchen hat und insbesondere durch seine Tendenz, das Schmiermittel abzuschwemmen, höchst schädlich ist. Gott sei Dank bleibt uns das Thema „Wasserschlag“ weitgehend erspart, denn unser hinsichtlich Abdichtung aufwendige Flachschieber
(siehe Bericht zum Einschaben der Schieber)
hebt bei Überdruck im Zylinder einfach ab und ist so viel sicherer wie die ideal abdichtenden Kolbenschieber (so hat jedes Schlechte auch sein Gutes).
Nichts desto Trotz, das Wasser muss raus!
Deswegen haben die Zylinder an ihrer Unterseite Entwässerungsventile, die der Lokführer aufmachen kann. Jeder kennt die Dampffahnen von der Unterseite der Zylinder anfahrender Loks, wenn der Lokführer das beim Anfahren in den noch nicht ganz warmen Zylindern entstehende Kondensat ablässt.
Bei unserer T3 waren die Ventile Gott sei Dank noch alle vorhanden, aber in total verrostetem Zustand. Kein Wunder, denn was an der tiefsten Stelle liegt hat auch auf dem Denkmalsockel immer zuerst und am längsten Wasser um sich…..
So blieb uns nichts anderes übrig, als die Sitze nachzuschleifen, in die Kolben neue Ventile einzusetzen und die Bauteile neu einzuläppen. Durch eine Spende konnten wir in die Ventile gepanzerte und rostfreie Ventilteller einsetzen. Nach dem Einläppen gab`s noch den „Waschbenzin-Test“, bei dem alle Ventile dicht waren.
Wieder eine Baugruppe fertig, die uns hoffentlich lange Zeit gute Dienste erweise wird.


Haben Sie Fragen zu diesem Bericht vom Juli 2015?
Mail an den FVME: ME-Technik@t-online.de


Weitere Links zur Aufarbeitung der T3:

Bericht zu den Schieberflächen